Luxemburger Sportler des 20. Jahrhunderts

  • Luxemburger Sportler des 20. Jahrhunderts
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Die 40er Jahre

Autor(en): Chrëscht BENEKE
ISBN-13: 978-99959-898-6-6
Sprache: Deutsch
Verlag: Editions Revue

Die Industrialisierung fauchte, rauchte und stampfte mit Riesenschritten voran. Mit den Weltausstellungen rückte die Welt näher zusammen und die Nationen suchten sich, leider zu oft auf schreckliche Art und Weise, ihren Platz in dieser Welt im Umbruch. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts, in Luxemburg etwas später, breitete sich allmählich eine Sportbewegung aus. Im Sport war Luxemburg Entwicklungsland. Seine ersten großen Sportler lebten im Ausland. Der Marathonsieger Michel Théato gilt noch heute als Franzose, auch Toursieger François Faber lebte in Paris und Gewichtheber Jos Alzin in Südfrankreich. Sie entfachten zuhause aber ein sportliches Feuer, dessen Flamme gerade im Radsport die Profis Jos Rasqui, Nicolas Frantz, die Brüderpaare Mett und Pierre Clemens sowie Arsène und Josy Mersch, Jean Majerus, Jean
Goldschmit und Jean Kirchen wärmte und nähren konnte. Während Emile Konter mit dem Boxen Geld verdiente, waren Leichtathletikpionier François Mersch, Marathonläufer Charles Heirendt, Turner Metty Logelin, der große Mann des Fechtens Emile Gretsch und Gewichtheber Nic Scheitler reine Amateure. War auch John Grün ein Sportler? Das wurde bei dem Kraftsportler und der Jahrmarktsattraktion Hercule Grün damals
jedenfalls weniger angezweifelt als bei der Schwimmerin Lory Koster, die erst mühsam beweisen musste, dass das „schwache“ Geschlecht ebenso starke sportliche Leistungen erbringen konnte.

Die 50er Jahre

Autor(en): Chrëscht BENEKE
ISBN-13: 978-2-919999-56-9
Sprache: Deutsch
Verlag: Editions Revue

Ist es Zufall, dass ausgerechnet nach dem verheerenden Weltkrieg herausragende Sportler ein goldenes Jahrzehnt des luxemburgischen Sports begründeten?

Für Josy Barthel war das Laufen in den Kriegsjahren eine Flucht. Später das Austesten der eigenen Grenzen. Der Sport blieb trotz des harten Trainings und der vielen Opfer immer Hobby, Zerstreuung. Obwohl er durch seinen Olympiasieg und seine Karriere als Funktion den luxemburgischen Sport wie kein anderer veränderte.

Für Charly Gaul, wie auch die vielen anderen starken Nachkriegsfahrer, war die Leidenschaft dagegen gleichzeitig Brotverdienst. Ein Studium im Ausland ermöglichte Jean Link seine größten Siege. Spitz, Kohn und Vic Nörenberg erspielten sich überaus erfolgreich den Weg aus einem bescheidenen Arbeiterleben. Das konservative Luxemburg musste sich dem selbstbestimmten Weg einer Elsy Jacobs anpassen und nicht umgekehrt. Sport ist nicht nur Zerstreuung für die Gesellschaft. Sport findet inmitten der Gesellschaft statt.

Die reichhaltig bebilderten Biografien der zwölf unterschiedlichen Athleten mit ihren Träumen und Erfolgen sind Zeitdokumente, Erzählungen und Ausschnitte ihres Sportlerlebens vor über fünfzig Jahren.

Die 60er Jahre

Autor(en): Chrëscht BENEKE
ISBN-13: 978-2-919999-58-3
Sprache: Deutsch
Verlag: Editions Revue

Zeitenwende

"Siegen war alles." So begann ein kritisches Editorial des Magazins Revue nach den Olympischen Spielen 1964 in Tokyo. Es galt der zunehmenden Professionalisierung des Sportes in der Wirtschaftswunderzeit, die im Kampf zwischen amerikanischen "Studenten" und sowjetischen "Staatsamateuren" zu sensationellen Rekorden führte. Etlichen galt dies als Verrat an Coubertins olympischer Idee. Für Luxemburg waren die goldenen Zeiten vorbei.

Einige Spitzensportler sahen das trotz begrenzter Möglichkeiten anders: Ebenso leidenschaftlich wie unerschrocken gaben sie ihr Bestes. Zu Weltmeisterehren kam auf Wasserskiern Sylvie Hülsemann wie auch Josy Simon im 100 Kilometer Gehen. In dessen Fußstapfen trat Charles Sowa auf den kürzeren Strecken. Der Boxer Ray Philippe teilte ebenso kräftig aus wie die beiden Fußballprofis Louis Pilot und Ady Schmit. In der Tour de France zeigte Edy Schütz wieder den "Roude Léiw", Marcel Kreuter sorgte für einen Qualitätssprung im Handball, während der Fechterin Colette Flesch der lange Atem aus dem Leistungssport bei der politischen Karriere half. Der Mittelstreckenläufer Norbert Haupert nutzte diesen, um im Gefolge seiner großen Vorgänger aus der Leichtathletik Josy Barthel und Gérard Rasquin die Zeitenwende hin zum modernen Hochleistungssport auch in Luxemburg zu vollenden.

Die 70er Jahre

Autor(en): Chrëscht BENEKE
ISBN-13: 978-2-919999-62-0
Sprache: Deutsch
Verlag: Editions Revue

Eine Frage des Prestiges

Ob sich der materielle Einsatz im Vergleich zum Prestigegewinn überhaupt lohne, fragte der Revue-Mitarbeiter Jean Jaans bereits nach den Olympischen Spielen von 1976. "Der Sport soll der Gesundheit des Einzelbürgers förderlich sein und er ist keine Angelegenheit nationaler Prestigesucht", war seine berechtigte Forderung angesichts des erschreckenden Beispiels der großen Blockstaaten, deren nationalhysterisches Streben nach Gold politisch motiviert war, wie sich noch deutlicher mit den jeweiligen Boykotts in Moskau 1980 und Los Angeles 1984 zeigen sollte.

Für viele Luxemburger waren ihre besten Sportler jedoch Vorbilder: 1972 waren die Profis Fernand Jeitz, Paul Philipp und Nico Braun gegen die Türkei die zentrale Achse beim ersten Erfolg der Roten Löwen in einer Qualifikation zur Fußballweltmeisterschaft. Lucien Didier setzte die luxemburgische Radfahrertradition fort, so wie der nimmermüde Robert Schiel sogar noch heute ficht. Auch Marc Gerson spielt in der Schweiz noch immer Volleyball, doch coacht er heute hauptsächlich. Nico Koob hat hingegen nach langen Jahren seinen Bleifuß in Rente geschickt, während Jeanny Dom als Generalsekretärin des europäischen Verbandes dem Tischtennis erhalten bleibt. Als Sprinter war die Karriere von Roland Bombardella schnell und kurz. Gemütlicher ließ es hingegen André "Spatz" Braun angehen, der trotz harten Trainings nie vergaß zu leben und im internationalen Leistungssport als erfolgreiches Unikat geliebt wurde.

Die 80er Jahre

Autor(en): Chrëscht BENEKE
ISBN-13: 978-2-919999-72-9
Sprache: Deutsch
Verlag: Editions Revue

Eine Sportwelt im Umbruch

Es war ein Jahrzehnt voller verbissener sportlicher Auseinandersetzungen mit politisch motiviertem Boykott der Olympischen Spiele. Die Sportler waren Mittel zum Zweck, wie das erschreckende, staatlich gestützte Doping beidseits der Mauer zeigte. Bei dieser bedingungslosen Hatz nach dem Sieg kamen die luxemburgischen Sportler natürlich unter die Räder. Einzelne Athleten stemmten sich hiergegen. Mit individuellen, mehr oder weniger professionellen Methoden.

Auf dem Rad wusste Querfeldein-Spezialist Claude Michely zu überzeugen. Traditionell liegen Luxemburgern die präzisen Randsportarten: Der mehrmalige Weltmeister Fonsy Grethen gehört zu den besten Billardspielern der Geschichte. Jeannette Goergen arbeitete für den perfekten Pfeil täglich bis zu acht Stunden an der Einheit zwischen Kraft und Präzision. Die Stärke von Marion Hammang war im Powerlifting hingegen die schiere Kraft. Auch in diesen Jahren starteten Athleten in den Kernsportarten bei Olympischen Spielen: Yves Clausse öffnete Bahnen für unsere heutigen starken Schwimmer. Justin Gloden lief erst ein halbes Leben seiner Teilnahme an den Spielen hinterher und läuft einfach weiter. Wenige Jahre nach der besten luxemburgischen Leistung bei Olympischen Spielen überhaupt hörte Marathonläuferin Danièle Kaber mit dem Leistungssport auf. Raymond Conzemius wollte als Hochspringer schon immer hoch hinaus und hilft heutzutage im Sportlycée dem Sportnachwuchs dabei. In Luxemburg fanden sich konstant einige wenige Fußballer, die wie Roby Langers als Vollblutprofis überzeugten. Und Kollege Guy Hellers sieht es heutzutage als seine Aufgabe an, dafür zu sorgen, dass dem auch so bleibt.

Die 90er Jahre

Autor(en): Chrëscht BENEKE
ISBN-13: 978-2-919999-83-5
Sprache: Deutsch
Verlag: Editions Revue

Auf dem Sprung

Die 100 Jahr-Feier der Olympischen Spiele findet 1996 nicht in Athen, sondern am Sitz von Coca-Cola in Atlanta statt. Nachder politischen Unschuld in den 80ern verlieren die Spiele nunihren Amateur-Charakter: Durch und durch kommerzialisiertöffnen sie sich verstärkt den ursprünglich ausgeschlossenenProfis. Auf dem Sprung zu den Glanzleistungen des 21. Jahrhundertsführt Luxemburg nach oft enttäuschenden Resultaten1997 die Olympiaverträge mit konkreten Rechten und Pflichtender Sportler ein. Gleichzeitig wird mit der Elitesportsektion derArmee nach Jahrzehnten ein Vorschlag für professionelle Förderungaus dem Weissbuch des Sports umgesetzt.

Als Schwimmerin hatte sich Nancy Kemp-Arendt bereits inden 80ern ausgezeichnet, doch mit professioneller Vorbereitungtriumphiert sie als Zehnte des Triathlons in Sydney. Derjung „eingewanderte“ Marc Girardelli eckt mit seiner professionellenEinstellung an, während Ni Xia Lian am Tischtennisverdient und ihm so viel mehr zurückzahlt. Einige ihrerschönsten Erlebnisse teilt sie mit Peggy Reggenwetter. Alsvorbildlicher Profi führt Jeff Strasser die Tradition herausragenderFußballer fort. Igor Muller kann noch nicht von denheutigen Strukturen profitieren, doch geht sein Einsatz weitüber den Amateursport hinaus. Aus unterschiedlichen Motivenverschreiben sich Karin Mayer und Raymonde Moesihrem Karate. Armand Dousemont lebt für seinen Trapsportund Eugène Berger steht auf dem Gipfelder Welt; noch bevor das große Gelddiesen einfach kauft.