Niemals habe ich getötet

  • Niemals habe ich getötet
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Schon seit einigen Jahren geistert die Idee, dieses Buch zu schreiben, in meinem Kopf umher. Ich habe dieses Projekt oft verschoben, meist aus Gründen, die nicht von meinem persönlichen Willen beeinflusst wurden. Doch heute halten Sie dieses Buch in Händen, also konnte ich diese Aufgabe zu meiner Zufriedenheit zu einem Ende bringen. Ich möchte anhand dieser Seiten nicht mit dem Finger auf bestimmte Personen zeigen. Man sieht und beschreibt mich als Provokateur, der scharfe und mitunter bissige Worte gebraucht, was – wie ich zugeben muss – wohl auch gerechtfertigt ist, wenn man die Briefe betrachtet, die ich während meines Gefängnisaufenthaltes zahlreichen Personen geschrieben habe. Ich schrieb sie damals unter dem Einfluss einer geradezu tobenden Wut, die aus Ungerechtigkeit und Unverständnis gewachsen war. Es ist durchaus möglich, dass diese Empörung auch auf den folgenden Seiten widerhallt und empfindlicheren Gemütern zusetzt; es kann auch sein, dass sich der eine oder andere angesprochen, angegriffen oder sogar verhöhnt fühlt. Dies entwickelte sich vielleicht aus meinem Gefühl der Ungerechtigkeit, das sich noch manchmal während des Schreibens offenbart und nicht vollkommen unterdrücken lässt. Ich versuche in jedem Fall stets, diese Empörung zu umschreiben, doch im Grunde erzähle ich lediglich nach, was ich im Zuge der diversen Verurteilungen, die den chaotischen Pfad meines Erwachsenendaseins pflastern, selbst erlebt habe, was ich beobachten konnte, was ich gehört habe. Natürlich liegen mir keine Beweise vor, anhand derer ich die Gespräche belegen kann, die ich mit zahlreichen Personen oft unter vier Augen und somit ohne Zeugen geführt habe. Doch genau so ist ein Teil der Beweisführung in meinem Prozess abgelaufen. Wenn Sie diese Seiten lesen, werden Sie erkennen, dass ich über Beweise verfüge, die auf einen wenn schon nicht schlampig durchgeführten, doch zumindest durch zahlreiche Grauzonen befleckten Fall hindeuten. Bitte bilden Sie sich dazu selbst eine Meinung …



Nein, es ist nicht meine Absicht, durch dieses Buch mit dem Finger auf bestimmte Sachverständige zu zeigen, die zu einem Großteil bereits ihre Karriere hinter sich haben und ihren „verdienten“ Ruhestand genießen oder bald genießen werden. Vor allem liegt es mir am Herzen, dass die Justiz meinen Fall aus der Schublade nimmt und ich endlich das Recht bekomme, mit meinem Prozess in Revision zu gehen. Denn auch heute noch, als freier Mann, betone ich, dass ich an den Morden, für die ich angeklagt wurde, unschuldig bin. Ich bin unschuldig, und ich wünsche mir, dass die Justiz dies anerkennt. Irren ist menschlich – und Justitia wird nun einmal von Menschen beraten … In diesem Sinne ist auch sie nicht immer frei von Schuld.



Guy Peiffer, 10. Juli 2014


Softcover
Format: 130x200mm
140 Seiten
ISBN: 978-99959-45-24-4

Sprache: Deutsch


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